Die archäologische Stätte am Kotzia-Platz befindet sich gegenüber dem Rathaus von Athen. Sie liegt direkt außerhalb der Befestigungen des klassischen Athens, von denen ein Teil im Gebäude der Nationalbank und auf der Fußgängerzone der Aiolou-Straße freigelegt und erhalten wurde. Die Ausgrabungen förderten drei antike Straßen, einen dichten Friedhof mit einer Nutzungsspanne vom frühgeometrischen Zeitalter (9. Jahrhundert v. Chr.) bis in die spät-römische Zeit (3. Jahrhundert n. Chr.), einen großen Komplex von Töpferwerkstätten aus der Spätantike (Ende 3. – 4. Jahrhundert n. Chr.) sowie zahlreiche Wohnreste zutage.
Im zentralen Bereich der Stätte verläuft ein Abschnitt einer Hauptstraße, die von den Toren der antiken Stadtmauer (Nationalbank) zu den nördlichen Gemeinden der Attika führte – die sogenannte Acharnische Straße. Stratigraphische Untersuchungen der Straßenoberflächen zeigen, dass sie nach 480 v. Chr. angelegt und im 5. Jahrhundert intensiv genutzt wurde.
Auf beiden Seiten dieser Straße erstreckte sich der Friedhof, in dem zahlreiche Grabbeigaben gefunden wurden: Tongefäße aller Art, teils zu bekannten antiken Werkstätten zugehörig, menschliche und tierische Figürchen, Glas- und Tonbehälter für Duftstoffe, Bronzespiegel, Goldschmuck, Münzen und weitere Objekte. Über das gesamte Grabungsareal verteilt wurden zahlreiche Grabdenkmäler wie Säulen, kleine Pfeiler und Marmorgefäße gefunden, viele mit Inschriften, die Namen und Herkunft der Bestatteten verraten.
ΠΗΓΗ:http://odysseus.culture.gr/ Συντάκτης Όλγα Ζαχαριάδου