Das antike Edessa war eine der bedeutendsten Städte Makedoniens und lag an einem strategisch wichtigen Übergang zwischen Ober- und Untermakedonien. Die Stadt bestand aus der Akropolis und der Unterstadt. Während der Römerzeit erlebte Edessa eine Blütezeit, prägte eigene Münzen und profitierte von der Pax Romana. Barbarische Einfälle und Naturkatastrophen führten zur schrittweisen Aufgabe der Unterstadt und zur Konzentration der Besiedlung auf die Akropolis. Im mittelbyzantinischen Zeitalter wurde die Burg von Vodena zu einer bedeutenden Festung und spielte eine wichtige Rolle in den byzantinisch-bulgarischen Kriegen sowie in den Konflikten mit den Serben und Osmanen. In der ausgegrabenen Unterstadt sind Teile der Befestigung, der Hauptstrasse und der angrenzenden Gebäude sichtbar. Das südliche Stadttor und die hellenistischen Stadtmauern sind gut erhalten und weisen spätere Reparaturen aus römischer und frühchristlicher Zeit auf. Die Hauptstrasse mit ihren Säulenhallen und Inschriften zeigt die Entwicklung der Stadt von der hellenistischen bis zur frühchristlichen Epoche. Ausgrabungen brachten Geschäfte, Lagerhäuser, Wohnhäuser und einen bedeutenden frühchristlichen Gebäudekomplex ans Licht, der vermutlich Sitz der kirchlichen Verwaltung von Edessa war.
http://odysseus.culture.gr/ Συντάκτης Δρ Α. Χρυσοστόμου, αρχαιολόγος & Γ. Σταλίδης, αρχαιολόγος