Am östlichen Hang der Akropolis befindet sich die grösste Grotte der Stadt, mit beeindruckenden 22 Metern von Süden nach Norden und einem 14 Meter breiten Eingang. 1980 entdeckte man östlich der Grotte eine beschriftete Stele mit einem Erlass des Athener Demos aus 247/6 oder 246/5 v. Chr., die der Priesterin der Nymphe Aglaure, Timokrite, gewidmet war. Diese Entdeckung führte den Archäologen G. Dontas dazu, das Heiligtum genau an diesem Ort zu verorten, während frühere Forschungen es eher mit einer Grotte am nördlichen Hang verbanden.
Obwohl diese Zuordnung nicht von allen Forschenden einhellig akzeptiert wurde, hat sie wesentlich dazu beigetragen, die Vorstellungen über die Topographie des antiken Athens zu überdenken – insbesondere hinsichtlich der Lage bedeutender Heiligtümer und anderer Bauwerke. Laut Herodot drangen die Perser 480 v. Chr. genau über die Grotte der Aglaure in die Akropolis ein.
Heute können Besucher die Stätte betreten und sich vorstellen, wie junge Athener, nach Vollendung des 18. Lebensjahres, hier in voller Kriegsausrüstung erschienen, um einen Eid der Treue und Verteidigung der „Heiligen und Göttlichen“ bis zum Tod abzulegen – dem mutigen Beispiel der Nymphe folgend.
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