Südlich der Provinzstraße Xanthi–Komotini befinden sich die eindrucksvollen Ruinen der befestigten Stadt, die einst als „Bourou Kale“ bekannt war. Sie werden mit der byzantinischen Stadt Anastasioupolis identifiziert, die später den Namen Peritheorion erhielt. Die Stadt lag an einer strategisch bedeutenden Stelle der Via Egnatia und wird erstmals als Stabulo Diomedis erwähnt – in der fruchtbaren Landschaft, in der nach homerischer Überlieferung die Pferde des Diomedes weideten. Kaiser Anastasios I. ließ die Stadt erstmals befestigen, während Justinian I. ihre Verteidigung mit einer Küstenmauer und einer langen Mauer verstärkte, die zugleich als Aquädukt diente. Später wurde sie in Peritheorion umbenannt, entwickelte sich zu einer bedeutenden Festung und erlebte Zeiten des Aufschwungs, der Zerstörung, des Wiederaufbaus und zahlreicher Belagerungen bis zur osmanischen Eroberung. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts blieb sie bewohnt; heute beeindrucken vor allem ihre mächtigen Festungsmauern.
http://odysseus.culture.gr/Συντάκτης Σταυρούλα Δαδάκη, αρχαιολόγος