Die antike Stadt Demetrias wurde im frühen 3. Jahrhundert v. Chr. von Demetrios Poliorketes an einer strategischen Lage im Pagasitischen Golf gegründet, mit dem Ziel, ein starkes hellenistisches Zentrum zu schaffen. Die neue Stadt entstand durch den Zusammenschluss kleinerer Siedlungen und die Eingliederung der älteren Stadt Pagasai und gewann rasch politische und wirtschaftliche Bedeutung.
Die Region besitzt jedoch eine lange Besiedlungsgeschichte bis in die Jungsteinzeit. In Pefkakia wurden bedeutende prähistorische Funde entdeckt, die eine kontinuierliche Besiedlung von der Jungsteinzeit bis zur Bronzezeit belegen, mit intensiver maritimer und wirtschaftlicher Aktivität sowie möglichen Verbindungen zu Iolkos und der Argonautensage.
In der hellenistischen Zeit entwickelte sich Demetrias zu einem wichtigen Verwaltungs- und Handelshafen der Antigoniden mit kosmopolitischem Charakter und großer strategischer Bedeutung. Nach der römischen Eroberung ging die Bedeutung der Stadt allmählich zurück, blieb jedoch als lokales Zentrum bis in die frühchristliche Zeit erhalten und wurde schließlich im 6. Jahrhundert n. Chr. aufgegeben.
Ausgrabungen haben umfangreiche Teile der Befestigungen, öffentliche Gebäude, den Palast, das Theater, Heiligtümer, Wohnanlagen und Nekropolen freigelegt und zeigen die städtebauliche Entwicklung einer der wichtigsten Städte des antiken Thessaliens.
http://odysseus.culture.gr/Συντάκτης Π. Τριανταφυλλοπούλου, αρχαιολόγος