Das Grab wurde in isodomem Quadermauerwerk aus sorgfältig bearbeiteten Blöcken des harten örtlichen Kalksteins errichtet und war ursprünglich von einem Grabhügel (Tumulus) bedeckt. Die Grabkammer ist kreisförmig und hat einen Durchmesser von 3,28 m. Der Zugang erfolgt über einen schmalen Eingang mit zwei Stufen, der 0,97 m breit und 0,62 m lang ist. Außen wird der Eingang durch eine 0,70 m hohe und 0,32 m breite Mauer verschlossen. Ein gemauerter Dromos (Zugangskorridor) wurde bislang nicht nachgewiesen, da die archäologischen Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Das Grab ist mit einer Kraggewölbekonstruktion (Tholos) überdacht. Das Gewölbe beginnt in einer Höhe von 0,89 m und entsteht durch das schrittweise Vorkragen der Steinlagen nach innen. Erhalten ist es bis zu einer Höhe von 2,45 m; ursprünglich dürfte es jedoch etwa 5 m hoch gewesen sein. Der Boden ist mit Kalksteinplatten ausgelegt. Links vom Eingang zur Grabkammer wurde ein steinerner Sarkophag mit einer Länge von 2,22 m und einer Breite von 0,77 m entdeckt. Die im Boden des Sarkophags sichtbaren Aussparungen lassen darauf schließen, dass sich darin ursprünglich ein hölzerner Sarg befand. Fragmente eines zweiten Sarkophags sowie ein Teil seines Bodens wurden außerhalb des Grabeingangs gefunden. Im Inneren des Grabes wurden außerdem nur wenige menschliche Knochen, geringe Spuren einer Brandbestattung sowie Alabasterfragmente entdeckt. Auf dem Boden lagen zahlreiche Scherben eines großen rotfigurigen Gefäßes mit dionysischen Darstellungen, das an das Ende des ersten Viertels des 5. Jahrhunderts v. Chr. datiert wird. Das Grab wurde geplündert und im oberen Bereich stark zerstört aufgefunden. Die archäologischen Untersuchungen sind bis heute noch nicht abgeschlossen.
:http://odysseus.culture.gr Συντάκτης ΙΕ΄ Εφορεία Προϊστορικών και Κλασικών Αρχαιοτήτων https://www.history-archaeology.uoc.gr/