Im Jahr 2003 wurden während der Fußgängerumgestaltung der Aiolou-Straße die westliche Fortsetzung der antiken Athener Stadtmauer freigelegt. Diese war bereits 1973–74 erforscht worden und ist auf dem Grundstück der Nationalbank an der Kreuzung von Aiolou- und Sophokleous-Straße erhalten. Alle Elemente der Befestigung wurden in ihrer Abfolge sichtbar: die Mauer, die innere „Ringstraße“, der Vorwall, der Graben mit Stützmauer und die äußere „Ringstraße“. Die Mauer zeigt auf einer Länge von 1,08 m nur eine Lage der Nordseite aus Kalksteinblöcken, die auf dem natürlichen Schiefer ruhen; die andere Seite und die innere Füllung sind durch ein dichtes Netz moderner Leitungen zerstört. Die innere Ringstraße erstreckt sich unmittelbar nördlich der Mauer über 3,50 m bei einer Breite von 3,10 m und zehn erhaltenen Pflasterlagen; an ihrer Oberfläche fanden sich zwei römische Tonrohre und ein geplünderter Grabplatz. Der Vorwall liegt 3,10 m nördlich der Mauer, besteht aus fünf Lagen aus Konglomeratblöcken und wird von einer Stützmauer begrenzt; im Inneren wurden Laborbodenschichten festgestellt, ebenso ein rechteckiges spätantikes Becken mit gepflastertem Boden, Abstiegstreppe und Tonrohr. Die äußere Ringstraße verläuft nördlich des Grabens über eine Breite von 2,37 m und weist nur zwei Pflasterlagen auf; sie wird im Süden durch die Stützmauer des Grabens begrenzt, der nördliche Abschluss fehlt, da die Straße dort zerstört ist.
ΠΗΓΗ:http://odysseus.culture.gr/ Συντάκτης Ε. Όλγα Ζαχαριάδου, αρχαιολόγος