Das Nationales Archäologisches Museum in Athen ist das größte Museum Griechenlands und eines der bedeutendsten weltweit. Es beherbergt über 11.000 Exponate, die einen umfassenden Einblick in die griechische Kultur von der Frühgeschichte bis zur Spätantike geben. Gegründet Ende des 19. Jahrhunderts, um Funde aus ganz Griechenland zu sammeln und zu bewahren, dient das Museum auch als Zentrum für Forschung, Bildung und kulturelle Präsentation. Das Museum befindet sich in einem neoklassizistischen Gebäude, ursprünglich von L. Lange entworfen und von Ernst Ziller fertiggestellt, mit 8.000 m² Ausstellungsfläche, aufgeteilt auf mehrere Säle, und fünf großen permanenten Sammlungen: 1. Sammlung prähistorischer Altertümer – inklusive neolithischer, kykladischer und mykenischer Kunst. 2. Sammlung Skulpturen – die Entwicklung der griechischen Bildhauerkunst vom 7. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. 3. Sammlung von Gefäßen und Kleinobjekten – griechische Keramik vom 11. Jahrhundert v. Chr. bis in die römische Zeit. 4. Sammlung Metallarbeiten – Statuen, Figuren und kleinere Metallkunstwerke. 5. Sammlung ägyptischer und orientalischer Altertümer – von der prädynastischen Zeit bis zur römischen Eroberung. Zusätzlich verfügt das Museum über eine Bibliothek und Fotoarchiv, moderne Konservierungslabore sowie Räume für Sonderausstellungen. Es bietet Bildungsprogramme, Führungen für Hörgeschädigte, temporäre Ausstellungen, verleiht Exponate im In- und Ausland und dient als Forschungszentrum für Wissenschaftler aus aller Welt. Die offizielle Gründung erfolgte 1893 per Präsidialdekret, der Umzug der Sammlungen begann bereits 1874. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Exponate sicher gelagert. Nach dem Krieg wurde das Museum schrittweise neu geordnet und wieder eröffnet, mit der Hinzufügung der ägyptischen Sammlung im Jahr 1994.
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