Die Burg von Antimachia befindet sich an einer strategisch bedeutenden Stelle mit Blick auf den Seeweg zwischen Kos und Nisyros. In Dokumenten aus der Zeit der Johanniter wird sie unter den Namen „de Landemachi“ und „Lindemachii“ erwähnt, während Reisende des 18. Jahrhunderts sie als „Andimesia“ bezeichneten. Ihre Größe und die Überreste zahlreicher Gebäude im Inneren zeigen, dass sie eine befestigte Siedlung war. Die Burg wurde in verschiedenen Epochen, von der Zeit der Johanniter bis zur osmanischen Herrschaft, errichtet und verstärkt. Sie umfasst eine Fläche von 26.250 Quadratmetern und besitzt eine Mauerlänge von 970 Metern. Zu ihren bedeutenden Verteidigungselementen zählen Kanonenöffnungen, Pechnasen und eine halbrunde Bastion aus dem 16. Jahrhundert. Innerhalb der Festung befinden sich die Kirchen Agia Paraskevi und Agios Nikolaos sowie eine große unterirdische Zisterne. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1358, und Quellen zufolge wurde die Burg unter Großmeister H. de Villeneuve erbaut. Im Jahr 1457 widerstand sie einer 23 Tage dauernden Belagerung durch die türkische Flotte und schützte Tausende Bewohner von Kos. Beim großen Erdbeben von 1493 wurde sie schwer beschädigt und anschließend von den Johannitern repariert, verstärkt und wahrscheinlich erweitert.
http://odysseus.culture.gr Συντάκτης Δ. Μποσνάκης, Αρχαιολόγος, Ε. Σκέρλου, Αρχαιολόγος